Im Kurzinterview: Die bemerkenswerte Bildende Künstlerin Meina Schellander über ihr Metier.
Über den Lebensmittelpunkt Wien.
Schellander: „Nach meinem Studium wollte ich wegen der Großstadtatmosphäre, der kulturellen Vielfalt, meiner geistigen Entwicklung, der Inspiration und der Kontaktfindung, um als freischaffende Künstlerin leben zu können, unbedingt in Wien bleiben.“
Über ihre Arbeit.
Schellander: „Meine Arbeit ist sehr vielschichtig. Konzept, Zeichnung, Fotografie, Druckgrafik, Objekt, Skulptur, Rauminstallation, Kunst im öffentlichen Raum, Video.“
Über Vorurteile hinsichtlich der Kunst.
Schellander: „Gegen landläufige Meinungen: Wozu braucht man Kunst und Künstler? Oder Kunst dient zur Behübschung! Hat man sich da und dort zu behaupten.“
Über wesentliche Motive ihrer Kunst.
Schellander: „Denken, Forschen sind Grundlage meiner Arbeit mit konzeptuellem, experimentellem, kritischem Ansatz. Den Dingen mit multimedialen Mitteln auf den Grund zu kommen, neue Zusammenhänge zu schaffen, grenzüberschreitend tätig zu sein, sind Inhalte, die mich seit Jahrzehnten zu schöpferischen Auseinandersetzungen motivieren.“
Über Einsparungen im Kulturbereich.
Schellander: „Politiker rühmen sich mit den Künsten und den Taten der Wissenschaft und reduzieren die entsprechenden Unterrichtsstunden in den Schulen. Das Budget für die Entfaltung von Kunst, Wissenschaft und Bildung ist im Vergleich zur Wirtschaft marginal. Die Berichterstattung über Kunst erfolgt in den meisten Zeitungen auf einer der letzten Seiten. Woher sollte der Mensch den Eindruck bekommen, dass Kunst wichtig sei?“
