„A Message of God“ zum Staunen

Eine Ausstellung zum Staunen. Zum Überraschtsein. Das Spiel mit den Perspektiven. Das Unerwartete. Das Verzerrte. Es nennt sich
„A Message of God“.
Vom 17. April 2021 bis zum 15. Mai 2021 füllt die Gedankenwelt von Gernot Fischer-Kondratovitch die Galerie M in Klagenfurt.
KULTURTODATE gibt der faszinierende Künstler Einblicke über die Hintergründe.

A message of God, Acryl auf Leinwand, 60x80cm, GFK 2021

Dinge sind groß. Liegen an abstrakten Orten. Menschen sind klein. Schauen von unten hinauf. Oder von oben. Wie hineingesetzt in ein Rundherum, dessen sie sich zum ersten Mal gewahr werden. Über Wucht. Über Dasein. Mit jungen Augen. Mit Staunen. Eine paranormale Merkwürdigkeit steckt hinter „A Message of God“.

„Es handelt sich hierbei um die Erfindung einer Verschwörungstheorie: Man stelle sich vor, man erwacht und findet auf allen gekauften Lebensmitteln des Vortages, plötzlich seltsame Zeichen – Tattoos – Schriftzeichen. Man wäre fast gezwungen, dies dann als eine Nachricht von Gott zu interpretieren.“
(Gernot Fischer-Kondratovitch, Künstler)
Walking in the garden of eden, Acryl, 70x110cm, GFK 2021

Die Stilisierung alltäglicher Gegenstände, der Zoom auf die scheinbar unbelebte Natur, das künstlerische neugieriege Schauen auf das Gottgegebene. Ein Akzent in der Kunstgeschichte, der in die Idee des Panoptikums von Gernot Fischer-Kondratovitch miteinfließt.

„Zu sehen sind Malereien, die an das Klischee der barocken Stillebenmalerei angeknüpft sind, nur eben, dass die dargestellten Obst- und Gemüsesorten von Gott „tätowiert“ wurden.
Beim Forschen über das Genre der Stillebenmalerei stieß ich auf Bekannte Maler wie Juan Sanchez Cotan, Francisco de Zurburan und viele mehr, die ihre Sujets gerne in eine dunkle fast abstrakte Farbläche hineinmalten.
Als meine Lieblingsobjekte entpuppten sich während meiner Vorarbeiten Paprika und Champignons; zweitere auch vor allem darum, da diese nach einiger Zeit aussehen wie das Abbild eines menschlichen Gehirns – und die vorher glatt aufgetragene Zeichnung in den Altersrunzeln zu seltsamen Zeichen mutieren.
Einige der Objekte werden auch in Epoxi-Harz eingegossen – dadurch können sie für die Ewigkeit in ihrem Frischzustand erhalten werden.
Den Guss macht meine Künstlerkollege Ronald Zechner (er hatte vor Jahren damit in der Franz-West Werkstatt gearbeitet).“
(Gernot Fischer-Kondratovitch, Künstler)
A message of God, Acryl auf Leinwand, 60x80cm, GFK 2021

Wuchtig wird’s bei ihm. Gegenüber der Menschennatur. Hineingepflanzt. Tatsächlich sieht Fischer-Kondratovitch „das Staunen, das Überraschtsein“ sowie das „Lachen“ beim Betrachten seiner Kunst als wichtigste Botschaft. Dass die Leute dabei „mit sich selbst ins Gespräch“ kommen. In einer Art „Monolog in Frage und Antwort“.

„Seit ca. 2004 verwende ich sehr oft die Vogelperspektive. Dies vermittelt einem den Eindruck, über den Ereignissen zu stehen. Wie ein Engel, der auf die kleinen Menschen am Planeten herabblickt.“
(Gernot Fischer-Kondratovitch, Künstler)
Gods Paradise, Acryl auf Leinwand, 70x110cm, GFK 2021

Die aktuelle pandemische Krise deutet er als „Nachricht von Gott“. Trotz der erschwerten Bedingungen für den nicht minder auf Dialog, Austausch und Kontroverse angewiesenen Kulturbereich, sieht Fischer-Kondratovitch gerade im Stattfinden die wichtigste Antwort der Kunst auf die Situation. Und dass dabei „die Pandemie auch thematisiert wird“, um die Menschen wachzurütteln. Dass es etwas über uns gibt, uns die Grenzen aller Maßlosigkeit aufzuzeigen.

Die Ausstellung „A Message of God“ von Gernot Fischer-Kondratovitch ist noch bis 15. Mai 2021 in der Galerie M in Klagenfurt zu sehen. Jeden Samstag um 11:00 gibt es die Möglichkeit zum Künstlergespräch.

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